Geschenke zum Zeugnis: Anstrengung würdigen statt Noten bezahlen
Zum Schuljahresende bringen Kinder ihr Zeugnis nach Hause, und viele Familien fragen sich, ob es dafür etwas geben soll. Wie Sie Anerkennung zeigen, ohne Noten zur Währung zu machen.
Zweimal im Jahr gibt es Zeugnisse, und in vielen Familien ist das ein Anlass für ein kleines Geschenk. Manche Großeltern haben feste Beträge pro guter Note, andere Familien feiern jedes Zeugnis gleich, wieder andere schenken gar nichts. Es gibt keine richtige Lösung für alle. Ein paar Überlegungen helfen aber, eine Form zu finden, die dem Kind guttut.
Anstrengung statt Noten würdigen
Noten hängen nicht nur von Fleiß ab, sondern auch von Begabung, Lehrkraft, Klasse und manchmal vom Glück in einer Prüfung. Wer Geschenke an Noten knüpft, belohnt deshalb nicht immer das, was das Kind selbst in der Hand hatte. Viele Eltern würdigen lieber die Anstrengung: das Durchhalten in einem schwierigen Fach, die Verbesserung gegenüber dem letzten Halbjahr, den Mut, sich im Unterricht öfter zu melden. So bekommt auch ein Kind Anerkennung, dessen Zeugnis nicht glänzend ist, das sich aber wirklich bemüht hat.
Geld pro Note?
Feste Beträge pro Note sind in manchen Familien Tradition, oft von Großeltern. Sie haben den Nachteil, dass sie Lernen zu einem Geschäft machen und Geschwister mit unterschiedlichen Noten ungleich behandeln. Wenn Großeltern gern etwas geben möchten, ist ein fester Betrag für jedes Zeugnis, unabhängig von den Noten, eine faire Alternative. Sprechen Sie sich dazu in der Familie ab, damit Eltern und Großeltern an einem Strang ziehen.
Gemeinsam feiern
Die schönste Anerkennung ist oft keine Sache, sondern ein gemeinsamer Moment: ein Eis nach der Schule, das Lieblingsessen am Abend, ein Ausflug am ersten Ferientag. Das Kind spürt, dass das Schuljahr geschafft ist und die Familie stolz darauf ist. Ideen für gemeinsame Unternehmungen finden Sie im Ratgeber Erlebnisgeschenke für Kinder.
Kleine Geschenke für den Ferienstart
Das Sommerzeugnis fällt mit dem Beginn der Ferien zusammen. Ein kleines Geschenk kann dafür sorgen, dass die freie Zeit gut beginnt:
- Ein Buch für die Ferien: Der erste Band einer spannenden Reihe. Ideen im Ratgeber Bücher für Kinder verschenken.
- Etwas für draußen: Ein Wurfspiel, ein Tischtennisset oder Walkie-Talkies für Abenteuer mit Freunden. Siehe Geschenke für draußen.
- Ein Spiel für Regentage: Ein Kartenspiel oder Knobelspiel, das die Familie gemeinsam spielt. Siehe Brettspiele für Kinder.
- Etwas für die Reise: Wer in den Urlaub fährt, freut sich über eine kleine Beschäftigung für unterwegs. Siehe Reisespiele für Kinder.
Wenn das Zeugnis enttäuscht
Manchmal ist das Zeugnis schlechter als erhofft, und das Kind weiß das selbst. Jetzt ist Zuspruch wichtiger als Kritik. Ein ruhiges Gespräch über das, was gut lief, und das, was im nächsten Halbjahr anders werden könnte, hilft mehr als Vorwürfe. Wenn andere Kinder in der Familie etwas bekommen, sollte das Kind mit dem schwächeren Zeugnis nicht leer ausgehen. Gerade dann ist ein gemeinsamer Ausflug ein gutes Zeichen: Wir stehen hinter dir.
Was eher nicht passt
- Große Geschenke für einzelne Noten: Sie erhöhen den Druck und machen das nächste Zeugnis zur Prüfung für die ganze Familie.
- Vergleiche mit Geschwistern oder Mitschülern: Jedes Kind lernt anders.
- Strafen für schlechte Noten: Sie lösen das Problem nicht und nehmen die Freude am Ferienbeginn.
Fazit
Zum Zeugnis passt eine Anerkennung, die die Anstrengung würdigt und nicht die Note bezahlt: ein gemeinsamer Moment, ein kleines Geschenk für den Ferienstart oder ein fester Betrag unabhängig vom Ergebnis. Wer sich in der Familie abspricht, sorgt dafür, dass sich alle Kinder gesehen fühlen, unabhängig davon, wie ihr Zeugnis ausgefallen ist.