Adventskalender für Kinder befüllen: Ideen nach Alter

24 Türchen wollen gefüllt werden. Wie Sie einen Adventskalender zusammenstellen, der Kinder jeden Morgen freut, ohne dass er zum zweiten Weihnachten wird.

Für viele Kinder beginnt die Weihnachtszeit mit dem ersten Türchen. Ein selbst befüllter Adventskalender ist persönlicher als ein gekaufter, kann aber auch Stress machen: 24 Kleinigkeiten wollen ausgesucht, verpackt und aufgehängt werden. Mit ein wenig Planung wird daraus eine schöne Tradition, die das Budget nicht sprengt.

Früh anfangen, klein denken

Der wichtigste Tipp: Beginnen Sie im Oktober oder Anfang November. Dann bleibt Zeit, Kleinigkeiten nebenbei zu sammeln, statt Ende November hektisch alles auf einmal zu kaufen. Und denken Sie klein. Ein Adventskalender lebt von der täglichen Überraschung, nicht vom Wert des Inhalts. Viele Familien legen vorher einen Rahmen fest, damit der Kalender nicht mehr kostet als das eigentliche Weihnachtsgeschenk.

Die Mischung macht es

Ein guter Kalender mischt verschiedene Arten von Türchen:

  • Kleine Dinge: Sticker, ein Radiergummi, Haargummis, eine Murmel, ein Mini-Puzzle, Straßenkreide.
  • Verbrauchsmaterial: Knete, Bügelperlen, ein Malblock, neue Stifte, Seifenblasen.
  • Etwas zum Naschen: Ein Stück Schokolade oder Plätzchen, aber nicht in jedem Türchen.
  • Gemeinsame Zeit: Gutscheine wie „Heute backen wir Plätzchen“, „Heute darfst du das Abendessen aussuchen“ oder „Heute lesen wir eine Stunde vor“.
  • Weihnachtliches: Ein Christbaumanhänger, den das Kind selbst aufhängt, oder ein Teil einer Krippe, die Tag für Tag wächst.

Ideen nach Alter

Kleinkinder (2 bis 3 Jahre)

Für die Kleinsten zählt vor allem das Auspacken. Geeignet sind Dinge ohne Kleinteile: Stickerbögen mit großen Motiven, eine Badewannenfigur, dicke Wachsmaler, ein kleines Pappbilderbuch, eine Seifenblasendose zum Pusten mit Hilfe. Weniger ist hier mehr, manche Familien füllen nur jedes zweite Türchen und legen an den anderen Tagen ein gemeinsames Ritual fest. Beachten Sie die Warnhinweise zu Kleinteilen. Mehr dazu im Ratgeber Geschenke für Kleinkinder.

Kindergartenkinder (4 bis 6 Jahre)

Jetzt dürfen es kleine Bastelsachen sein: Bügelperlen, Knete, Glitzersticker, ein Mini-Malbuch. Beliebt sind auch Figuren, die zusammen eine Szene ergeben, etwa Tiere für einen Bauernhof. Gutscheine für gemeinsame Aktivitäten verstehen Kinder jetzt gut, am besten mit einem kleinen Bild, damit sie ihn selbst „lesen“ können. Ideen für Kreatives finden Sie unter Kreativ.

Grundschulkinder (7 bis 10 Jahre)

Schulkinder freuen sich über Rätsel und Knobeleien: kleine Knobelspiele, ein Kartenspiel, ein Heft mit Rätseln, Zaubertricks. Auch Schulsachen mit Lieblingsmotiv kommen gut an. Eine schöne Idee ist eine Schnitzeljagd: Jedes Türchen enthält einen Hinweis, und am 24. führt die Spur zu einem kleinen Geschenk. Kleine Spiele finden Sie unter Spiele & Puzzles.

Ältere Kinder (ab 11 Jahren)

Ältere Kinder schätzen Dinge für ihr Hobby, kleine Mengen Taschengeld für einen eigenen Wunsch oder Gutscheine mit echten Privilegien: länger aufbleiben, Freunde einladen, einen Filmabend aussuchen. Auch ein Buch, das in Kapiteln auf mehrere Tage verteilt wird, funktioniert gut.

Nicht alles muss gekauft sein

Die schönsten Türchen kosten oft nichts: ein Brief der Eltern, ein Foto von einem gemeinsamen Erlebnis, ein selbst geschriebenes Rätsel, ein Gutschein für eine Kissenschlacht. Solche Türchen machen den Kalender persönlich und senken den Aufwand. Wer auf Nachhaltigkeit achtet, verpackt in Stoffsäckchen oder Papiertüten, die jedes Jahr wiederverwendet werden. Mehr Gedanken dazu im Ratgeber Nachhaltige Geschenke für Kinder.

Geschwister gerecht bedenken

Haben Sie mehrere Kinder, achten Sie darauf, dass die Kalender ungefähr gleichwertig sind, auch wenn der Inhalt zum Alter passt. Eine Alternative ist ein gemeinsamer Familienkalender, bei dem die Kinder sich mit dem Öffnen abwechseln und viele Türchen gemeinsame Aktivitäten enthalten.

Der 24. Dezember

Viele Familien legen in das letzte Türchen etwas Besonderes, das die Wartezeit auf die Bescherung verkürzt: ein Buch, ein Hörspiel oder ein kleines Spiel für den Nachmittag. Das große Geschenk bleibt aber unterm Baum. Wie Sie das Weihnachtsgeschenk selbst entspannt auswählen, beschreibt der Ratgeber Weihnachtsgeschenke für Kinder ohne Stress auswählen.

Fazit

Ein gelungener Adventskalender mischt Kleinigkeiten, Verbrauchsmaterial, ein bisschen Süßes und gemeinsame Zeit. Wer früh sammelt, einen Rahmen festlegt und auch Türchen ohne Kaufinhalt einplant, hat weniger Stress und Kinder, die sich jeden Morgen freuen. Weitere Ideen für die Weihnachtszeit finden Sie unter Weihnachtsgeschenke.

Häufige Fragen

Kleine Dinge wie Sticker, Radiergummis oder Murmeln, Bastelmaterial wie Knete und Bügelperlen, Rätsel, Christbaumanhänger und Gutscheine für gemeinsame Zeit, etwa Plätzchenbacken oder Vorlesen.

Am besten im Oktober oder Anfang November. Dann können Sie Kleinigkeiten nebenbei sammeln und müssen nicht alles auf einmal kurz vor dem 1. Dezember kaufen.

Dinge ohne Kleinteile, etwa große Sticker, dicke Wachsmaler, ein Pappbilderbuch oder eine Badewannenfigur. Bei Kleinkindern zählt vor allem das Auspacken, deshalb reicht auch ein Kalender mit weniger Türchen.

Einen festen Betrag gibt es nicht. Viele Familien legen vorher einen Rahmen fest, damit der Kalender nicht mehr kostet als das Weihnachtsgeschenk. Gutscheine und selbst gemachte Türchen senken die Kosten.