Geschenke für Lesemuffel: Wie Bücher doch Freude machen

Nicht jedes Kind greift von selbst zum Buch. Mit dem richtigen Geschenk lässt sich die Lust am Lesen trotzdem wecken – wenn man ein paar Dinge beachtet.

Manche Kinder verschlingen Bücher, andere lassen sie links liegen. Das hat viele Gründe: Lesen ist anstrengend, solange es noch nicht flüssig klappt, die Bücher treffen nicht die Interessen, oder andere Beschäftigungen sind einfach verlockender. Ein Buch als Geschenk kann trotzdem der Anfang sein, wenn es leicht zugänglich ist, zum Kind passt und nicht nach Hausaufgabe aussieht.

Warum Kinder nicht lesen wollen

  • Es ist noch mühsam: Wer Buchstaben noch zusammensetzen muss, verliert bei langen Texten schnell die Geduld.
  • Das Thema passt nicht: Ein Kind, das Fußball liebt, liest ungern über Prinzessinnen und umgekehrt.
  • Zu viel Text: Dichte Seiten ohne Bilder wirken abschreckend.
  • Lesen fühlt sich nach Schule an: Wenn Lesen vor allem Pflicht ist, verliert es seinen Reiz.

Das Lieblingsthema finden

Der wichtigste Schlüssel ist das Thema. Kinder, die sich für Dinosaurier, Weltraum, Tiere, Fahrzeuge oder Fußball begeistern, lesen oft freiwillig, wenn es um genau das geht. Ein Sachbuch mit vielen Bildern und kurzen Texten ist dann besser als jeder Roman. Fragen Sie die Eltern oder das Kind selbst, was gerade angesagt ist.

Wenig Text, viele Bilder

Comics, Graphic Novels und Comic-Romane sind für Lesemuffel ideal. Sie erzählen viel über Bilder und brauchen wenig Text pro Seite. Das ist keine „schlechtere“ Literatur, sondern oft der Einstieg, aus dem später längere Bücher werden. Auch Wimmelbücher und Rätselbücher zählen: Wer sucht, zählt und liest kurze Hinweise, übt ganz nebenbei.

Erstlesebücher, die Spaß machen

Für Kinder in den ersten Schuljahren gibt es Reihen, die genau auf den Lesestand zugeschnitten sind: große Schrift, kurze Sätze, viele Bilder. Die LESEMAUS-Silbengeschichten markieren die Silben farbig, was vielen Kindern hilft. Die Leselöwen für die 1. Klasse erzählen eine lustige Gespenstergeschichte. Wichtig: lieber ein Buch, das etwas zu leicht ist, als eines, das überfordert. Erfolgserlebnisse sind das Ziel.

Reihen als Motor

Wenn ein Kind ein Buch gemocht hat, will es wissen, wie es weitergeht. Reihen sind deshalb der beste Freund von Lesemuffeln. Die Schule der magischen Tiere hat viele Kinder zum Lesen gebracht, für Ältere ist Rico, Oskar und die Tieferschatten witzig und spannend zugleich. Schenken Sie den ersten Band, und wenn er gefällt, ist das nächste Geschenk gefunden.

Hören als Brücke

Hörbücher und Hörspiele sind kein Ersatz fürs Lesen, aber eine Brücke. Kinder lernen Geschichten, Figuren und Sprache kennen, und manche wollen danach das Buch zur Geschichte lesen. Eine einfache Musikbox wie der hörbert lässt Kinder selbst auswählen, was sie hören. Eine schöne Kombination ist ein Buch mit dem passenden Hörbuch, um abwechselnd zu hören und zu lesen.

Vorlesen bleibt wichtig

Auch Kinder, die schon lesen können, lieben es, vorgelesen zu bekommen. Vorlesen zeigt, dass Bücher Freude machen, und erlaubt Geschichten, die das Kind allein noch nicht bewältigen würde. Großeltern und Paten können ein Buch mit dem Versprechen verschenken, es gemeinsam zu lesen, abwechselnd Seite für Seite. Mehr Ideen im Ratgeber Bücher für Kinder verschenken.

Was eher nicht hilft

  • Klassiker, die Erwachsenen gefallen: Nicht jedes Lieblingsbuch aus der eigenen Kindheit passt heute.
  • Übungshefte als Geschenk: Sie machen aus einem Geschenk eine Aufgabe.
  • Druck und Vergleiche: Jedes Kind liest in seinem Tempo.

Fazit

Lesemuffel gewinnt man mit Büchern zum Lieblingsthema, mit Comics und bildreichen Sachbüchern, mit gut lesbaren Erstlesebüchern, mit Reihen und mit Hörbüchern als Brücke. Wichtig ist, dass das Buch ein Geschenk bleibt und keine Pflicht wird. Alle Bücher aus unserem Katalog finden Sie unter Bücher.

Häufige Fragen

Eines zum Lieblingsthema mit vielen Bildern und wenig Text, etwa ein Comic, ein Sachbuch oder den ersten Band einer beliebten Reihe. Lieber etwas zu leicht als zu schwer.

Ja. Comics und Graphic Novels sind für viele Kinder ein Einstieg ins Lesen, weil sie viel über Bilder erzählen. Aus ihnen werden oft später längere Bücher.

Sie ersetzen das Lesen nicht, können aber eine Brücke sein. Kinder lernen Geschichten und Sprache kennen, und manche wollen danach das Buch zur Geschichte selbst lesen.